Frankfurt (Oder) - Seit Pfingsten ist der Helenesee in Brandenburg wegen akuter Lebensgefahr für Badegäste gesperrt. Wie aus einem Bericht der B.Z. hervorgeht, soll das Schwimmen in dem beliebten Badesee auf unabsehbare Zeit verboten bleiben. Es drohe ein Abrutschen der Strände.

Schuld am instabilen Ufer sei dem Bericht zufolge der Klimawandel. Durch den Temperaturanstieg sei zunehmend Wasser verdunstet, der Grundwasserspiegel gesunken – und damit auch der Wasserpegel des Helenesees. Weil der Wasserkörper des Sees allerdings auch die Ufer stützt, führte der Rückgang des Wasserspiegels zu einer Instabilität der Uferböschung. Dadurch rutschte das sandige Ufer ab – eine große Gefahr für Schwimmer.

Zuerst hatten Besucher im März eine Schwarzfärbung des Wassers bemerkt. Ein Teil des Grundes am Ostrand war abgerutscht. 1958 war der See durch die Flutung einer Braunkohlegrube entstanden, das ausgekohlte Terrain hatte die besonders dunkle Färbung verursacht. Daraufhin wurde trotz 21 Grad über Pfingsten der gesamte Badestrand für Gäste gesperrt.

Geologen sollen nun prüfen, ob auch an anderen Stellen Rutschungen drohen. Erst danach soll entschieden werden, ob ein Teil des Strandes der „kleinen Ostsee“ in Brandenburg wieder öffnen darf.