Bei Angriffen auf Rettungskräfte drohen den Tätern in Algerien künftig empfindliche Strafen. 
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AlgierDie algerische Regierung hat in Zusammenhang mit der Corona-Krise drastische Strafen für Attacken gegen das Gesundheitspersonal oder gegen Krankenhäuser beschlossen. Demnach drohen bei körperlichen Angriffen auf Mitarbeiter im Gesundheitswesen künftig bis zu zehn Jahre Haft, bei verbalen Attacken bis zu drei Jahre. Das beschloss das Kabinett nach Angaben der Nachrichtenagentur APS vom Sonntagabend.

Kommt ein Angehöriger des Gesundheitspersonals bei einem Angriff ums Leben, kann zudem eine lebenslange Haftstrafe verhängt werden. Angesichts der vielen Patienten in algerischen Krankenhäusern aufgrund der Corona-Pandemie war es wiederholt zu Attacken auf Mitarbeiter im Gesundheitswesen gekommen.

Präsident Abdelmadjid Tebboune hatte vergangene Woche bereits angekündigt, dass die Regierung auf diese Entwicklung reagieren werde. Die neuen Regelungen sehen nach Angaben von APS zudem vor, dass die Zerstörung von öffentlichen Gütern oder medizinischem Material mit bis zu zehn Jahren Haft sowie hohen Geldbußen bestraft werden kann.