Das von der Guardia Civil zur Verfügung gestellte Bild zeigt einige der gefundenen römischen Gefäße.
Foto: Guardia Civil/dpa

Santa PolaIn einem unscheinbaren Geschäft für Fische und Meeresfrüchte im spanischen Küstenort Santa Pola haben Beamte einer Umweltschutzeinheit durch puren Zufall 13 historisch sehr wertvolle Gefäße aus dem antiken Rom entdeckt. Die Amphoren seien sichergestellt worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Gegen den Besitzer des Ladens und den Sohn des Mannes werde nun wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen das Gesetz über das historische Erbe ermittelt.

Wie die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf die Behörden in Santa Pola berichtete, stammen die Amphoren den ersten Schätzungen zufolge aus dem ersten Jahrhundert nach Christus. In solchen Terrakotta-Gefäßen, die zum Teil ein Fassungsvermögen von über 50 Litern hatten, transportierten die Römer vor allem Wein und Olivenöl.

Der Sohn sagte nach Medienberichten aus, er habe die Amphoren beim Angeln und Tauchen im Mittelmeer vor der Küste von Santa Pola gefunden und nach Hause geschleppt. Archäologische Fundstücke müssen in Spanien aber den Behörden gemeldet werden.

Im Fischgeschäft wurden den Angaben zufolge außerdem auch ein Anker aus Metall aus dem 18. Jahrhundert und eine sehr alte Kalksteinplatte mit der Aufschrift „ESTE“ gefunden und ebenfalls beschlagnahmt. Diese antiken Stücke waren – offenbar als Dekoration – über den gesamten Laden verstreut platziert, berichtete die Polizei. Es wird vermutet, dass sie aus Schiffswracks stammen. (mit dpa)