München - Auf Schiffen sind am Königssee Kühe nach dem Sommer von der Alm nach Hause geholt worden. Die mit Glocken und Kränzen geschmückten Tiere der Saletalm in Oberbayern wurden am Samstag bei sonnig-kühlem Herbstwetter auf Kähnen übers Wasser gefahren. Zahlreiche Schaulustige verfolgten das Spektakel.

Weitere Kühe von einer anderen Alm sollten in einigen Tagen folgen. Anders als im Allgäu, wo es große Almabtriebe gibt, holt in Oberbayern in der Regel jeder Betrieb seine Tiere für sich ins Tal.

Die Almbauern sehen insgesamt eine gute Saison. „Es war den ganzen Sommer ausreichend Futter da“, sagte Hans Stöckl, Geschäftsführer des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern. Der viele Regen habe auf den Almen für gutes Graswachstum gesorgt. Der Auftrieb sei auf den höher gelegenen Almen allerdings verspätet gewesen. Teils sei das Vieh zwei Wochen später – erst im Juni – auf die Weiden gekommen, weil es sehr lange kalt war und Schnee lag. Insgesamt werden im Sommer in Bayern etwa 55.000 Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde auf die hoch gelegenen Alpen und Almen gebracht.