Eine Seniorin zählt ihr Geld.
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BerlinNicht nur Menschen mit einem niedrigen Lohn droht die Altersarmut. Auch für Beschäftigte mit solidem Gehalt könnte die Rente nicht ausreichen. Das belegen Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die die Linke-Fraktion angefordert hat und die dem Nachrichtensender ntv vorliegen. Demnach kommen 15 Millionen Arbeitnehmer auf nicht mehr als 14 Euro Verdienst pro Stunde (brutto). Zieht man eine Kalkulation der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2017 als Maßstab heran, bietet dieser Lohn den Beschäftigten keine Sicherheit vor Altersarmut.

Arbeitnehmer müssten laut Berechnungen zum damals aktuellen Rentenniveau mindestens 14,40 Euro in der Stunde verdienen, damit sie nicht als Senioren armutsgefährdet sind. Diese Berechnung ist nur der Idealfall, wenn ein Beschäftigter in Vollzeit arbeitet und 45 Jahre Beiträge einzahlt. Für Arbeitnehmer, die in Teilzeit arbeiten, sieht es demnach schwieriger aus.

Frauen dürften öfter von Altersarmut betroffen sein als Männer

Darüber hinaus wird aus der Anfrage der Linken ersichtlich, dass zwei Drittel der Beschäftigten nicht mehr als 20 Euro Stundenlohn bekommen. Bewertet man Männer und Frauen beim Gehalt getrennt, zeigen die Zahlen, dass Frauen weniger verdienen. Demnach kassieren 59,6 Prozent der Männer einen Stundenlohn von höchstens 20 Euro, bei den Frauen hingegen sind es 73,2 Prozent. Für fast 45 Prozent von ihnen sind nicht mehr als 14 Euro pro Stunde drin.

Eine Verbesserung für viele Arbeitnehmer dürfte in den kommenden Jahren nicht in Sichtweite sein. Das Rentenniveau soll mutmaßlich deutlich abfallen. Nach Voraussagen der Bundesregierung benötigt ein Beschäftigter im Jahr 2045 sogar einen Stundenlohn von 16,47, um nicht von Altersarmut betroffen zu sein.