BerlinBundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat weitere Finanzhilfen für Solo-Selbstständige im Kulturbereich in Aussicht gestellt. „Wir werden in den nächsten Wochen ganz intensiv auch über dieses Thema reden“, sagte er im ARD-Morgenmagazin. Eine Pleitewelle und eine tiefgreifende Veränderung der Kulturlandschaft infolge der Corona-Pandemie sollten verhindert werden, so Altmaier. 

Der Bund will laut einem Entwurf ab dem 4. November wegen massiv steigender Corona-Infektionszahlen unter anderem Theater, Kinos, Opern oder Konzerthäuser sowie Kneipen, Bars und Diskotheken schließen. Die Soforthilfen im Frühjahr über bis zu 15.000 Euro seien auch für Solo-Selbstständige verfügbar gemacht worden, sagte Altmaier.

Der Minister räumte aber ein, dass diese Hilfe für Kosten vorgesehen gewesen seien - also für Solo-Selbstständige, die ein Büro besäßen oder Geräte gemietet hätten, weniger für jemanden, „der zu Hause in seinem Kleiderschrank oder Wohnzimmerschrank die Trompete aufbewahrt hat“.

Solo-Selbstständige hätten zudem die Möglichkeit, Grundsicherung - umgangssprachlich Hartz IV genannt - zu beantragen. „Das schreckt aber viele ab, weil sie glauben, dass das ein Schritt ist, den man ihnen nicht zumuten kann“, sagte Altmaier. „Deshalb reden wir über zumutbare Alternativen.“