Wie in Brandenburg soll auch an Berliner Schulen und Kitas die Testpflicht entfallen. Nach RBB-Informationen ist für die Kitas ab 9. Mai Schluss. Parallel dazu soll die Regelung auch an den Schulen enden. Das geht aus einem Schreiben der Verwaltung an die Dachverbände der Kitaträger hervor, das dem RBB exklusiv vorliegt. Darin heißt es, dass aufgrund der sinkenden Infektionszahlen die „allgemeine, regelmäßige Testpflicht in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege entfällt“.

Ausdrücklich wird aber darauf hingewiesen, dass auch nach dem 9. Mai auf freiwilliger Basis und anlassbezogen weiter getestet werden kann, etwa wenn es zu Corona-Ausbrüchen kommt. Dafür soll den Einrichtungen auch künftig ein Test pro Person und Woche zur Verfügung gestellt werden, schreibt die Senatsverwaltung.

Ebenfalls zum 9. Mai wird die bisherige Test-to-stay-Strategie enden. Sie sieht vor, dass Kinder, die Kontakt mit einem Infizierten hatten, die Kita weiterhin besuchen können, aber täglich getestet werden. Wie mit diesen „Kontaktkindern“ verfahren wird, ob sie weiter die Kita besuchen können oder in Quarantäne geschickt werden, liege künftig in der Hand der örtlichen Gesundheitsämter, so die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

Der Amtsarzt von Berlin-Reinickendorf, Patrick Larscheid sagte am Mittwoch im rbb24 Inforadio, dass parallel zu den Kitas auch die Tests an Schulen wegfallen sollen. Vor dem Hintergrund der bundesweiten Corona-Strategie sei das „konsequent“. Er könne damit leben, weil es „Hintertürchen“ wie das anlassbezogene Testen gebe, so Larscheid.