Berlin - Amazon hat die Rundfunkgenehmigung für Live-Übertragungen des Dienstes Prime Video erhalten. Das gab die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) am Donnerstag bekannt. Der Streaming-Anbieter und zugleich weltweit größte Internethändler hatte zuvor klargestellt, dass er keinen eigenen Fernsehsender für seine Fußball-Berichterstattung plane.

Die Lizenz sei für die Champions-League-Übertragungen in den kommenden drei Spielzeiten innerhalb des Streaming-Angebots Prime Video notwendig, sagte ein Sprecher. Ein linearer Sender sei aber nicht vorgesehen.

Lineares TV-Programm ist nicht vorgesehen

Das TV-Spartenprogramm werde „grundsätzlich nur über den Prime-Video-Dienst und nur für Mitglieder von Amazon Prime zugänglich sein“, schrieb die ZAK. Es könne aber „in Zukunft auch Kunden, die keine Amazon-Prime-Mitglieder sind, zur Verfügung gestellt werden“. Das Angebot werde kein fortlaufendes, tägliches Programm umfassen und hänge „von den Rechten ab, die für Sportveranstaltungen erworben werden“.

Amazon hat sich für seinen Streaming-Dienst von der Saison 2021/22 an für drei Spielzeiten das jeweilige Topspiel der Champions League am Dienstagabend gesichert. Das Live-Paket umfasst insgesamt 16 Partien, davon zwei Playoff-Spiele. Prime Video zeigt nach eigenen Angaben auch Zusammenfassungen von den anderen Partien.