Der zerstörte Volvo steht nach dem Unfall neben dem Gleis.
Foto: Polizeiinspektion Stade

StadeEin tonnenschwerer Zug hat am Montagmittag an einem Bahnübergang in Stade einen Volvo gerammt. Die 20-jährige Fahrerin wurde schwer verletzt, konnte sich aber dennoch noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte selbst aus dem Autowrack befreien. 

Nach Angaben eines Polizeisprechers fuhr die aus Buxtehude stammende 20-Jährige mit ihrem Volvo über den Bahnübergang, „welcher durch ein Andreaskreuz und eine Lichtsignalanlage gesichert war. Sie übersah hier vermutlich die von rechts kommende EVB-Bahn“.

Und weiter: „Trotz eingeleiteter Notbremsung konnte ein Zusammenstoß nicht mehr verhindert werden.“ Der Pkw wurde durch die Wucht des Aufpralls in die Böschung geschleudert und beschädigte hierdurch auch Teile der Signalanlage.

Die acht Fahrgäste des Zuges, der Triebwagenführer sowie die Zugbegleiter wurden nicht verletzt. Alarmierte Einsatzkräfte der Feuerwehr holten die Insassen mit einer Rettungsbühne aus dem Zug.

Der Polizeisprecher: „Eine erste Überprüfung der Signalanlage ergab, dass diese zum Unfallzeitpunkt intakt war. Es ist daher derzeit davon auszugehen, dass das Signal schlichtweg übersehen wurde.“ Die genaueren Untersuchungen seien aber noch nicht abgeschlossen.