Berlin - Die Berliner Justiz bietet erneut Impftermine in ihren Gerichten an. So seien ab 24. Januar Booster-Impfungen im Kammergericht geplant, wie Gerichtssprecherin Lisa Jani auf Anfrage sagte. Dafür lägen bislang 50 Anmeldungen vor. Auch die sogenannte Pfandkammer des Amtsgerichts Tiergarten auf dem Campus Moabit, wo normalerweise Hehlerware und Diebesgut versteigert wird, werde wieder für Impfungen genutzt.

Dort war im vergangenen Sommer bereits eine Impfstelle eingerichtet worden, nachdem die Räumlichkeiten zuvor als Testzentrum dienten. Später erfolgte der Piks für Beschäftigte der Justiz dann im Impfstützpunkt des Arbeitsmedizinischen Zentrums der Charité auf dem Gelände des ehemaligen Moabiter Krankenhauses in unmittelbarer Nähe zum Kriminalgericht.

Mindestens 3200 Juristen und Justizmitarbeiter wurden geimpft

„Das Angebot ist gut genutzt worden“, so Jani. Insgesamt hätten mindestens 3200 Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sowie nichtrichterliches Personal von Mai bis Mitte Dezember 2021 das Angebot für Erst-, Zweit- sowie Booster-Impfungen genutzt. Rückschlüsse zur Impfquote seien allerdings nicht möglich, da es jedem frei stand, auch zum Hausarzt oder in eines der großen Impfzentren zu gehen. Das hätten auch viele gemacht, so Jani.

In den Justizgebäuden gilt inzwischen wie in allen anderen öffentlichen Gebäuden die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet). Besucherinnen und Besucher, die diese Kriterien nicht erfüllen, werden von den Wachtmeistern an den Eingängen des Campus Moabit zum nahe gelegenen Testzentrum geschickt. Können Prozessbeteiligte den nötigen Nachweis nicht vorlegen, muss der jeweils zuständige Richter entscheiden, ob eine Ausnahme gemacht werden soll.