Berlin - Rund 109.000 Menschen haben am Wochenende Abkühlung in den Berliner Freibädern gesucht. Das teilten die Bäderbetriebe am Montag auf Anfrage mit. Im Vergleich zum Wochenende davor (38.000 Menschen) waren das zwar fast dreimal so viele, rekordverdächtig waren die Zahlen nach Angaben von Sprecher Matthias Oloew aber nicht. Der Besucherandrang reichte jedoch, um den Betrieb an seine Grenzen zu bringen: „Unser Online-Shop ist in die Knie gegangen“, räumte Oloew ein. Die Serverkapazität habe nicht ausgereicht. Bereits Samstagmorgen habe es etwa 260.000 Zugriffe gegeben. „Da müssen wir nachbessern.“

Zuvor hatte das Unternehmen mit Blick auf das heiße Wochenende Badegäste gebeten, ihre Tickets im Online-Shop vorher zu buchen, was den Einlass garantiere. Wegen der technischen Probleme konnten die Tickets dann aber doch nur an der Kasse vor Ort gekauft werden - was zu meterlangen Schlangen führte.

In den Bädern selbst kam es teils zu Einlassstopps, wie der Sprecher sagte. Samstag seien die Bäder in Pankow, Neukölln und Kreuzberg betroffen gewesen, Sonntag das Sommerbad am Insulaner und das Kombibad Gropiusstadt. Um der Situation Herr zu werden, seien insgesamt 172 Sicherheitskräfte im Einsatz gewesen, so Oloew.

In Steglitz reichte das nicht aus. Dort löste das gegenseitige Bespritzen mit Wasserpistolen eine Massenschlägerei von etwa einhundert Menschen aus. Die Polizei rückte am Sonntag mit 13 Streifenwagen und Teilen einer Einsatzhundertschaft am „Sommerbad am Insulaner“ an, wie die Polizei mitteilte.