Am Limburger Landgericht in Hessen hat am Donnerstag der Prozess gegen einen Mann begonnen, der einen Zeugen unter anderem mit einer elektrischen Heckenschere ermordet haben soll. Das körperlich behinderte Opfer sei, so die Anklage, der Hauptbelastungszeuge in einem Prozess gegen den 35-Jährigen wegen Körperverletzung gewesen. Der Angeklagte soll im vergangenen Herbst in die Wohnung des Zeugen in Hadamar eingedrungen sein und ihn etwa zehn Minuten lang unter anderem an Kopf und Oberkörper mit der Heckenschere und einem Messer traktiert sowie geschlagen haben. Der Mann starb an Blutverlust.

Laut Anklage wollte der 35-Jährige, der zur Tatzeit über zwei Promille Alkohol intus hatte, zum einen den Zeugen für seine Aussage bei der Polizei bestrafen und ihn zudem töten, um die Beweislage für sich zu verbessern. Die Schwurgerichtskammer hat bis Ende April insgesamt neun Verhandlungstage eingeplant.