Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Foto: DAVIDS/Sven Darmer

BerlinDie Bundeskanzlerin trifft sich mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft, aber auch mit Vertretern von Migrantenorganisationen und Religionsgemeinschaften. Aufgrund der Corona-Pandemie findet das Treffen per Videokonferenz statt. Im Mittelpunkt des Gipfels steht die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Integration in Deutschland. Laut Regierungssprecherin Martina Fietz sind  „Menschen mit Einwanderungsgeschichte besonders hart betroffen.“

Zu den Teilnehmern des Gipfels gehören unter anderem die Bundesminister für Bildung, Arbeit und Familien. Auf Kritik bei der Opposition stößt die Abwesenheit des Innenministers Horst Seehofer. Dafür gebe es laut Seehofers Sprecher Steve Alter jedoch „keine konkrete Begründung.“

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gibt an, dass trotz Pandemie rund 100.000 Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind. Sprach- und Integrationskurse konnten nur eingeschränkt stattfinden oder fielen aus. Die Integrationsbeauftragte Anette Widmann-Mauz fordert, dass vermehrt Online-Kurse und Beratung in sozialen Netzwerken angeboten werden, um bei der Integration keine Zeit zu verlieren.

Der letzte Integrationsgipfel stand im Zeichen der Anschläge von Halle und Hanau. Dabei sprachen Angela Merkel und die Integrationsbeauftragte mit Vertreterinnen und Vertretern von Migrantenorganisationen über die Folgen des rechten Terror. Ergebnis dieses Gipfels war ein Kabinettausschuss, der Maßnahmen zur Bekämpfung von Rassismus entwickeln soll.