Angriff auf Fahrgast als Grund? BVG trennt sich von Sicherheitsfirma

Die Verkehrsbetriebe kündigten ihrem Hauptdienstleister in Sachen Sicherheit fristlos. Derzeit gibt es nur eine Übergangslösung. 

Die BVG hat ihrem wichtigsten Sicherheitsdienstleister gekündigt. 
Die BVG hat ihrem wichtigsten Sicherheitsdienstleister gekündigt. dpa/Emmanuele Contini

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben ihren Vertrag mit dem Sicherheitsunternehmen Pütz gekündigt. Wie der Tagesspiegel am Donnerstag unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, soll ein Angriff auf einen Fahrgast „das Fass zum Überlaufen gebracht“ haben. Dem Unternehmen soll dem Bericht zufolge wegen des Bruchs der Vertragsregeln fristlos gekündigt worden sein. Bei Pütz handelt sich um den Hauptdienstleister in Sachen Sicherheit für die BVG. 

„Der seit April 2021 laufende Vertrag mit dem bisherigen Dienstleister wurde im November seitens der BVG gekündigt“, teilte ein Sprecher der Zeitung mit. Ein neues Sicherheitsunternehmen sei bereits seit Dezember im Einsatz. Zum Grund für die Kündigung äußerte sich die BVG nicht.

Das aktuell beschäftigte Unternehmen ist laut dem Bericht eine Übergangslösung und soll den Zeitraum bis zur Neuvergabe überbrücken. „Eine Neuvergabe der Gesamtleistungen im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb hätte erfahrungsgemäß etwa sechs bis neun Monate gedauert“, heißt es laut dem Bericht in den Ausschreibungsunterlagen.