Berlin - Die Corona-Pandemie löst bei den Deutschen Zukunftssorgen aus. Das geht aus einer aktuellen Studie der R+V Versicherung hervor. Die Versicherung befragt seit fast 30 Jahren die Deutschen nach ihrer größten Sorge rund um Politik, Wirtschaft, Umwelt, Familie und Gesundheit. Laut der Studie sorgen sich in der Corona-Pandemie weniger Deutsche als beispielsweise noch 2003 (Beginn des Irakkriegs) oder 2016 zur Zeit der Flüchtlingskrise. Doch die Corona-Krise hält das sogenannte Angstniveau oben.

Demnach liegt das Angstniveau, das alle Befragungen im Durchschnitt betrachtet, in Deutschland bei 36 Prozent. Berlin liegt im Bundesländervergleich mit 38 Prozent auf Platz acht. „Am meisten Angst haben die Berliner vor den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. 57 Prozent der Hauptstädter befürchten, dass der Staat Steuern erhöht oder Leistungen kürzt, um die Corona-Schulden abzubauen“, heißt es in der Studie.

Angst vor dem Alter nimmt in Berlin zu, auf Platz zwei im Ranking

Zwei Themen, die 2020 noch eher unbenannt blieben, belegen jetzt Rang zwei und drei der Berliner Angstskala: steigende Lebenshaltungskosten (54 Prozent) und die Sorge, im Alter ein Pflegefall zu werden (53 Prozent). 52 Prozent fürchten Spannungen durch den Zuzug von Ausländern. 45 Prozent der Befragten in Berlin befürchten, dass die Politiker von ihren Aufgaben überfordert sind. Das liegt über dem Bundesdurchschnitt von 41 Prozent.

41 Prozent der Befragten in Berlin gaben an, Angst vor terroristischen Anschlägen zu haben. Ebenso 41 Prozent haben Furcht vor einer schweren Erkrankung nach einer Corona-Infektion.

Seit 1992 befragt die Versicherung nach eigenen Angaben jährlich in persönlichen Interviews rund 2400 Männer und Frauen der deutschsprachigen Wohnbevölkerung im Alter ab 14 Jahren. Die repräsentative Umfrage findet immer im Sommer statt. Dieses Mal lief sie vom 25. Mai bis zum 4. Juli 2021.