Anklage nach Raubüberfall in Berlin: Opfer dank „Taschenanruf“ befreit

Bei einer Rangelei mit dem Räuber wurde aus Versehen ein Anruf ausgelöst. Die Person am anderen Ende sorgte dafür, dass die Polizei die Frau rettete. 

Berlin: Dank eines „Taschenanrufs“ konnte eine Frau aus einem Hinterzimmer befreit werden.
Berlin: Dank eines „Taschenanrufs“ konnte eine Frau aus einem Hinterzimmer befreit werden.imago/agefotostock

Ein sogenannter Taschenanruf hat eine junge Frau in Berlin aus einer ausweglosen Situation befreit. Sie war von einem gewalttätigen Räuber eingesperrt und schwer verletzt worden. Der Mann konnte später überführt werden und soll nun in Berlin vor Gericht gestellt werden. Die Staatsanwaltschaft klagte den 38-Jährigen wegen bewaffneten Raubes, gefährlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung an. 

Er soll am 19. Juni am Bahnhof Westend eine 24-Jährige in einer Visa-Vermittlungsagentur mit einem Messer bedroht haben, um so 15.000 Euro aus dem Safe zu erbeuten. Anschließend habe der 38-Jährige die junge Frau in dem fenster- und telefonlosen Hinterzimmer eingesperrt. Das Opfer erlitt laut Anklage Schnittverletzungen und Hämatome, als es sich wehrte.

Dank Taschenanruf: Opfer konnte von der Polizei befreit werden

Da die Frau bei der Rangelei mit dem Täter unbeabsichtigt mit dem Telefon in der Tasche einen Anruf bei ihrer Mutter ausgelöst hatte, konnte diese Bekannte verständigen. Diese riefen die Polizei und die Frau wurde laut Staatsanwaltschaft schnell befreit.

Der mutmaßliche Täter konnte durch Videoaufzeichnungen und eine Öffentlichkeitsfahndung identifiziert werden. Er wurde Ende Juli festgenommen und sitzt seitdem laut Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft.