Die Corona-App wurde bereits über sechs Miilionen Mal heruntergeladen. 
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BerlinDie Gesundheitsämter haben nach der Einführung der Corona-Warn-App mit einer Flut von Anfragen zu kämpfen. Noch am Tag der Einführung hätten allein bei der Hotline des Berliner Gesundheitsamtes 434 Menschen angerufen, die Probleme mit der App hatten, sagte Ute Teichert, Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst, den Fernsehsendern ntv und RTL.

„Die Hotline-Mitarbeiter haben gesagt: Es sprengt alle Dimensionen, die wir je hatten. Die Leute kommen mit der App nicht klar und sie kommen auch nicht klar mit der Telefonnummer, die da angegeben ist, die ist sehr kompliziert“, so Teichert. „Die Menschen rufen dann eben bei der Corona-Hotline an und bei den Gesundheitsämtern“.

Zwar schätzt Teichert die App als einen guten und ergänzenden Weg ein, die Pandemie zu bekämpfen. Sie selbst habe sich die App ebenfalls heruntergeladen und würde dazu auch jedem raten, so die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärzte weiter. Dennoch müsse man für mehr Personal sorgen, wenn die App jetzt zu Mehrbelastung der Gesundheitsämter führe. „Ansonsten habe ich das Problem, dass ich mit einer technischen Lösung neue Arbeit schaffe, die nicht bewältigt werden kann“, sagte Teichert.