BerlinDer Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, wirft Anhängern der Querdenken-Bewegung eine Relativierung des Holocaust vor. „Die zunehmenden Vergleiche von Protestierenden gegen die Corona-Maßnahmen mit Opfern des Nationalsozialismus verhöhnen die tatsächlichen Opfer und relativieren die Shoah“, sagte Klein dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

„Der Holocaust ist kein Abziehbild für jedwede Opfergefühle“, so Klein. Die jüngsten Vorgänge in Hannover und Karlsruhe würden vielmehr zeigen, wie wichtig Bildung sei: „Wer über Anne Frank und Sophie Scholl gut Bescheid weiß, wird kaum solch krude Verharmlosungen äußern.“

Wegen der Vorfälle hatte am Montag auch der Zentralrat der Juden mitgeteilt, aus seiner Sicht sei es bei Querdenken-Demonstrationen bereits mehrfach zu einer Relativierung des Holocausts gekommen.