WienNach dem terroristischen Anschlag in Wien mit bislang vier Toten hat sich der frühere Anwalt des Attentäters gegenüber mehreren Medien geäußert. Nikolaus Rast sagte im Gespräch mit NDR, WDR und SZ, sein Mandant sei ihm damals nicht radikal vorgekommen. „Er hatte blöde Ideen gehabt und hat es dann verstanden - so kam er zumindest rüber.“ Er habe seinen Platz im Leben gesucht und sei offensichtlich an die falschen Leute geraten, so Rast. 

Der Täter Kujtim Fejzulai war 2019 wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu 22 Monaten Haft verurteilt worden.

Dem Nachrichtenportal vienna.at sagte Rast am Dienstag: „Er stammte aus einer vollkommen normalen Familie. Für mich war das ein Jugendlicher, der das Pech gehabt hat, an die falschen Freunde zu geraten. Wäre er nicht in eine Moschee, sondern zum Boxen gegangen, wäre er Boxer geworden.“

„Er schien mir wie ein harmloser, verirrter Jugendlicher, und offenbar schien das ja auch dem Gericht und dem Verfassungsschutz so“,  zitiert Zeit Online den Anwalt. 

Kujtim Fejzula hatte am Montagabend in Wien nahe der Hauptsynagoge um sich geschossen und dabei mindestens vier Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt. Der Mann, der anschließend von der Polizei erschossen wurde, war nach offiziellen Angaben ein Anhänger der radikalislamistischen Terrormiliz IS.