Berlin - Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) begrüßt die Pläne des Bundesgesundheitsministeriums zur Einführung von Corona-Selbsttests in Deutschland. „Corona-Schnelltests für Privatpersonen sind eine vernünftige Ergänzung der Teststrategie im Kampf gegen die Pandemie“, sagte ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening am Montag laut einer Mitteilung.

„Solche Tests sind derzeit noch nicht am Markt, werden aber entwickelt“, fügte sie hinzu und verwies darauf, dass Schnelltests für Laien erst ein entsprechendes Zulassungsverfahren durchlaufen müssten. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ist dabei nachzuweisen, dass die Tests aussagekräftig genug und für Laien praktizierbar seien.

Der Geschäftsführer des Verbandes der Diagnostica-Industrie Martin Walger sagte der Deutschen Presse-Agentur am Montag, die Unternehmen könnten nun mit Hochdruck an der Zulassung solcher Tests arbeiten. Bis es soweit sei, werde es aber „ein paar Wochen“ dauern. Zu möglichen Preisen der Selbsttests hieß es von den Apothekerverbänden, diese würden von jedem Hersteller und auch von jeder Apotheke individuell kalkuliert und ausgewiesen, zumal sich die Tests auch in ihrer Qualität und Handhabung unterscheiden würden.

Das Gesundheitsministerium plant eine Änderung der „Medizinprodukte-Abgabeverordnung“, wonach künftig auch von Privatpersonen einfache Schnelltests zur Eigenanwendung erworben werden können. Die herkömmlichen Schnelltests dürfen bisher nur an Ärzte, medizinische oder Pflegeeinrichtungen abgegeben werden, auch Bildungseinrichtungen gehören seit Dezember zu den zulässigen Empfängern.