BerlinDie dritte Staffel der ARD-Serie „Charité“ startet im Januar. Das teilte das Universitätsklinikum am Donnerstag mit. Die sechs neuen Folgen der Serie spielen in den Tagen des Mauerbaus: Die Charité wird in der Nacht zum 13. August 1961 zum unmittelbaren Grenzgebiet – wasserseitig werden die Gebäude zugemauert. Die dritte Staffel thematisiert damit eine weitere historische Umbruchphase, in der die Menschen nicht nur medizinisch gefordert sind, sondern auch politisch, moralisch und persönlich Haltung zeigen müssen. 

Fiktive Hauptfigur ist die junge Ärztin Ella Wendt (Nina Gummich), die aufgrund des Weggangs zahlreicher Ärzte und Pflegekräfte an die Charité beordert wird. Sie hofft, an der Charité ihre Forschung zur Krebsfrüherkennung anhand bestimmter Blutgruppenmerkmale voranzubringen und sucht Kontakt zu Prof. Dr. Otto Prokop (Philipp Hochmair), der einen herausragenden Ruf als Serologe genießt. Prokops eigentliches Arbeitsfeld ist jedoch die Gerichtsmedizin. Seine Obduktionen tragen zur Klärung von Kriminalfällen bei, bald liegen auch die ersten „Mauertoten“ auf seinem Tisch. Eine weitere historische Figur ist die Kinderärztin Dr. Ingeborg Rapoport (Nina Kunzendorf), die als Spezialistin der Säuglingsmedizin einen visionären Ansatz entwickelt, um die Säuglingssterblichkeit zu senken. Damit eckt sie immer wieder bei dem konservativ denkenden Gynäkologen Prof. Dr. Helmut Kraatz (Uwe Ochsenknecht) an.

Die ARD zeigt die sechs Folgen der Fernsehserie ab 12. Januar 2021 jeweils dienstags in Doppelfolgen um 20.15 Uhr. Ab 5. Januar ist die komplette Staffel in der Mediathek abrufbar. Im Anschluss an die Ausstrahlung der ersten beiden Folgen zeigt die ARD die begleitende Dokumentation „Die Charité – Ein Krankenhaus im Kalten Krieg“, ein Film von Dagmar Wittmers.