Die Armutsgefährdung ist regional unterschiedlich ausgeprägt.
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WiesbadenDie sogenannte Armutsgefährdungsquote ist offiziellen Angaben zufolge zwischen 2009 und 2019 in allen westdeutschen Bundesländern und in Berlin gestiegen. Den neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge hat sich der Anteil der von Armut bedrohten Menschen in Bremen am stärksten erhöht. Dort war 2019 statistisch gesehen fast ein Viertel der Bevölkerung betroffen, in Berlin war es wie zehn Jahre davor rund ein Fünftel.

Vergleichsweise stark gestiegen ist das Risiko sogenannter Einkommensarmut außerdem in Hessen und Nordrhein-Westfalen. Das Bundesamt weist darauf hin, dass geringe zufällige (da stichprobenbedingte) Schwankungen des mittleren Einkommens Veränderungen der Armutsgefährdungsquoten zur Folge haben können. Deshalb sollten nur über einen längeren Zeitraum stabile Entwicklungen inhaltlich interpretiert werden, so die Behörde.

Als armutsgefährdet gilt nach EU-Definition jemand, der - inklusive Sozialleistungen - von weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung des jeweiligen Landes lebt. Genauere Informationen, etwa eine genauere regionale Gliederung der Ergebnisse, gibt es auf der Seite des Statististischen Bundesamts.

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