Seit Jahren breitet sich die asiatische Tigermücke auch in Deutschland immer weiter aus. Sie gilt als Überträger des gefährlichen Dengue-Fiebers. Auch Chikungunya- oder Zika-Viren können die Mücken übertragen. Diese Viren seien in Deutschland bislang nicht verbreitet, könnten aber durch infizierte Reiserückkehrer eingeschleppt werden, berichtet der Focus.

Schocksymptomatik bei Dengue-Fieber möglich

Die ersten Exemplare der tropischen Stechmücken wurden vor mehr als zehn Jahren in Deutschland nachgewiesen. Laut RKI sind die hiesigen klimatischen Bedingungen jedoch für Übertragungen wenig geeignet. Nur bei Höchsttemperaturen können sich die tropischen Viren wirklich gut verbreiten, heißt es. Als Hotspots für mögliche Ausbrüche gelten bisher Italien, Griechenland und Südfrankreich.

Um sich vor Stichen zu schützen, setzen Experten auf konventionelle Methoden, wie lange, dichte Kleidung sowie Insektenspray. Zudem sollte im Garten auf mögliche Brutstätten geachtet werden. „Es sollte überall und immer wieder aufs Neue geprüft werden, ob offene Gefäße jeglicher Art, in denen sich Wasser ansammeln kann, im Garten notwendig sind“.

Die meisten Menschen erkranken laut RKI ohne Symptome am Dengue-Fieber. Auch die Entwicklung einer  milden fieberhafte Erkrankung ist möglich. Bei einem kleinen Teil der Erkrankten tritt eine schwere Verlaufsform auf, die sich drei bis sieben Tage nach Auftreten der ersten Symptome mit starken Bauchschmerzen, anhaltendem Erbrechen, schneller Atmung, blutenden Schleimhäuten, Bluterbrechen, Erschöpfung oder Unruhe ankündigen kann. In besonders schweren Fällen kann es zu einer Schocksymptomatik kommen, so der Bericht.