Berlin - Die Lieferprobleme beim Corona-Impfstoff von Astrazeneca haben Konsequenzen für die Impfkampagne in Berlin. „Grundsätzlich gilt: Alle die einen Impftermin haben, werden geimpft“, sagte ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung am Sonnabend auf dpa-Anfrage. „Aber wir werden neue Termine strecken müssen.“ Nach Angaben von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sollte Berlin bis Ende März rund 204.000 Impfdosen des Herstellers Astrazeneca bekommen. Nun seien bis dahin nur noch 172.800 Dosen zu erwarten.

Das britisch-schwedische Unternehmen Astrazeneca hatte am Freitag angekündigt, statt der zuletzt avisierten 220 Millionen Dosen nur noch 100 Millionen bis zur Jahresmitte an die EU-Staaten zu liefern. Der Konzern begründete dies unter anderem mit Exportbeschränkungen. Thüringen hatte daraufhin die Vergabe von Impfterminen gestoppt und den geplanten Start von Impfungen beim Hausarzt verschoben.