Berlin - Nach dem Stopp der Impfungen mit Astrazeneca können sich Berliner Polizisten nun mit anderen Impfstoffen schützen lassen. Inzwischen gebe es „die freie Wahl des Impfstoffes“, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Das dürfte in der Behörde bei vielen Beamten für Erleichterung sorgen. Nach Informationen der Berliner Zeitung hatten sich Polizisten im Februar in internen Chats über ihre Bedenken zu Astrazeneca ausgetauscht. 

Insbesondere der Berufsverband „Unabhängige in der Polizei e.V.“ kritisierte vor etwa drei Wochen die von der Gesundheitsverwaltung angekündigten 24.000 Impfdosen von Astrazeneca, die bei der Berliner Polizei die Erst- und Zweitimpfungen sicherstellen sollten. Jörn Badendick, Sprecher des Berufsverbandes, erklärte gegenüber der Berliner Zeitung, dass mit Astrazeneca ein „zweitklassiger Impfstoff“ verabreicht werden solle, der vermutlich in der Belegschaft auf keine große Akzeptanz stoßen werde.

Mittlerweile sollen 8592 Dienstkräfte der Polizei das Angebot zum Impfen angenommen und einen entsprechenden Impfcode erhalten haben. Wie viele davon bis jetzt tatsächlich geimpft wurden, erfasst die Polizei nicht genau.

Der Senat hatte Ende Februar erste und zweite freiwillige Impfungen für 12.000 Polizisten angeboten. 24.000 Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca waren vorgesehen, geimpft werden sollte im Zentrum Flughafen Tegel. Nach dem vorläufigen Ausfall von Astrazeneca wurde das geändert.

Berliner Polizei hat eigene Impfreihenfolge festgelegt

Die Polizei hatte eine interne Priorisierung festgelegt, die sich an der Coronavirus-Impfverordnung orientiert. Zuerst sollten Polizisten geimpft werden, die ein größeres Risiko haben, mit dem Virus in Kontakt zu kommen, etwa Streifenpolizisten und die Mitglieder der Einsatzhundertschaften der Bereitschaftspolizei, die bei großen Einsätzen oder Demonstrationen unterwegs sind.