Auch Grünen-Chefin Ricarda Lang erhält Morddrohung

Beim politischen Aschermittwoch macht Lang eine Morddrohung gegen sich öffentlich. Ihre Parteikollegen Bettina Jarasch und Julia Schmidt wurden ähnlich bedroht.

Ricarda Lang beim politischen Aschermittwoch in Landshut.
Ricarda Lang beim politischen Aschermittwoch in Landshut.Sven Hoppe/dpa

Ricarda Lang ist die dritte Spitzenpolitikerin der Grünen, die in den vergangenen Tagen eine Morddrohung erhalten hat. Beim politischen Aschermittwoch in Landshut machte Lang die Drohung öffentlich: „Bei mir kam letzten Donnerstag in meinem Wahlkreisbüro ein Drohbrief an. In diesem Drohbrief befand sich eine Morddrohung, und es befand sich darin eine Schusspatrone. Das Ziel davon war es, mich und die Leute um mich herum einzuschüchtern. Und ich weiß, dass viele Politikerinnen ähnliche Erfahrungen machen.“

Lang dankte der Polizei und dem BKA sowie der Unterstützung von Wegefährten – auch aus anderen Parteien: Wenn eine oder einer angegriffen werde, müssten alle demokratischen Parteien zusammenstehen, so Lang weiter.

Auch ihre Parteikollegin aus Berlin, die grüne Verkehrssenatorin Bettina Jarasch, erhielt am selben Tag eine Morddrohung. Im Abgeordnetenhaus ging ein Drohschreiben ein, das wie bei Lang versehen war mit einer Revolverpatrone. Auch Julia Schmidt soll nach ihrem Rücktritt als Vorsitzende bei den Brandenburger Grünen am Freitag mit dem Tode bedroht worden sein. Wie der Tagesspiegel schreibt, ging die Drohung nach dem Rücktritt online ein. Schmidt erstattete Anzeige. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.