Hamburg - Die Gewerkschaft Verdi hat in der Tarifauseinandersetzung beim Technischen Überwachungsverein Tüv für kommenden Mittwoch in neun Bundesländern zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Betroffen seien Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bremen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Brandenburg, teilte Verdi Hamburg am Freitag mit. Die Beschäftigten sollen dabei rund eine Woche vor der fünften Verhandlungsrunde zum ersten Mal in der Tüv-Geschichte von 0 Uhr bis 24 Uhr in einen sogenannten stay@home-Streik gehen. Sie sollen zu Hause bleiben, um Corona-Infektionen zu vermeiden.

Zu Beginn der Verhandlungen hat die Gewerkschaft nach eigenen Angaben für die rund 8500 Beschäftigten ein Lohnplus von sieben Prozent für dieses Jahr verlangt. Mindestens 300 Euro mehr Geld soll es dabei für die unteren Lohngruppen geben. Außerdem möchte Verdi für ihre Mitglieder die Wahlmöglichkeit „mehr Geld oder mehr Freizeit“ durchsetzen. Dies lehne die Arbeitgeberseite jedoch ab und habe stattdessen ein Lohnplus von zwei Prozent für dieses und 2,5 Prozent für das kommende Jahr angeboten.

Der Tüv kümmert sich neben der Sicherheitsprüfung bei Fahrzeugen und Gegenständen wie Corona-Schutzmasken unter anderem um die Abnahme von Führerscheinprüfungen und die Sicherheit von Atomkraftwerken.