Hinrichtungen in den USA werden unter anderem mit einer Giftspritze durchgeführt.
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Washington D.C.Am Freitag wurde in den USA der dritte auf Bundesebene verurteilte Häftling innerhalb von sieben Tagen hingerichtet. Zuvor hatte es auf Bundesebene seit 2003 keinen Vollzug der Todesstrafe mehr gegeben. Fälle, in denen Straftäter von Bundesgerichten zum Tode verurteilt wurden, liegen in der Hand der US-Regierung. Justizminister William Barr hatte zuletzt darauf gedrungen, Hinrichtungen wieder zu vollstrecken. In diesem Zusammenhang hatte das Oberste Gericht den Weg für die Wiederaufnahme nach einem Streit um die Exekutionsmethode geebnet.

Dustin Honken (52) sei am Freitag um 16.36 Uhr (Ortszeit/22.36 Uhr MESZ) in einer Haftanstalt in Terre Haute im US-Bundesstaat Indiana nach Verabreichung einer Giftspritze für tot erklärt worden, teilte das Gefängnisamt des US-Justizministeriums am Freitag mit. Honken war im Jahr 2005 zum Tode verurteilt worden. Er hatte laut Gerichtsurteil fünf Menschen erschossen. Unter den Opfern waren auch zwei Kinder.

Bereits am Donnerstag war nach Angaben der dpa in der gleichen Haftanstalt Wesley Purkey (68) hingerichtet worden. Er wurde bereits Anfang 2004 wegen Entführung eines Kindes mit Todesfolge zum Tode verurteilt. Nach Überzeugung der Jury in einem Bundesgericht in Missouri hatte Purkey ein 16-jähriges Mädchen zunächst vergewaltigt, dann ermordet und schließlich zerstückelt.

Am Dienstag war in Indiana zudem der ebenfalls von einem Bundesgericht wegen Mordes verurteilte Daniel Lewis Lee hingerichtet worden.

Während viele Bundesstaaten die Todesstrafe auch in den letzten Jahren vollstreckt hatten, gab es auf Bundesebene seit 2003 keine Hinrichtung mehr. Die Todesstrafe war zwar weiter verhängt, aber nicht vollstreckt worden.