Das Heizkraftwerk Reuter West in Spandau
Foto: Berliner Zeitung/Hans Richard Edinger

BerlinAm Samstag haben nach Angaben der Veranstalter rund 150 Menschen für eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis spätestens 2035 demonstriert. Sie sprachen sich für einen konsequenten Klimaschutz und den Ausstieg aus fossilen Energieträgern aus. Aufgerufen hatte ein Bündnis aus Berliner Umweltverbänden, Fridays for Future und anderen Organisationen.

Die Protestierenden forderten die Berliner Politik auf, klare Vorgaben für den Klimaschutz zu machen. Dazu zählen demnach ein CO2-Grenzwert für die Fernwärme, ein Einbauverbot für fossile Heizkessel sowie eine Reduzierung des Wärmeverbrauchs. Nach Polizeiangaben waren 150 Teilnehmer angemeldet.

Die Politik müsse Verantwortung übernehmen

Die Demonstration startete in Haselhorst. Während anschließend etwa 45 Boote über Havel und Spree vorbei an der Zitadelle Spandau und bis zum Kraftwerk paddelten, liefen parallel Teilnehmer durch die Altstadt Spandau bis hin zum südlichen Spreeufer vor dem Kohlekraftwerk.

„Vattenfall versucht, sich ein grünes Image zu geben und zu vermitteln, dass sie für Klimaschutz stehen, doch das täuscht“, sagte Eric Häublein vom Bündnis Kohleausstieg Berlin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Das schwedische Unternehmen setze auf Erdgas, und Erdgas heize das Klima an. Bis 2050 solle seinen Angaben zufolge in Berlin noch fossile Energie verbrannt werden, und das liege maßgeblich am schwedischen Kohlekonzern.

Die Berliner Politik müsse Verantwortung übernehmen und ein Gesetz zur erneuerbaren Wärmeversorgung auf den Weg bringen, so Häublein, der mit dem Bündnis am vergangenen Mittwoch ein entsprechendes Forderungspapier an den Berliner Senat übergab.