Berlin - Der Verein „Ärzte für individuelle Impfentscheidung eV“ hat ein Papier des Deutschen Ärztetages scharf kritisiert, in dem eine Corona-Impfung zur Voraussetzung an der Teilnahme von Kindern und Jugendlichen am Unterricht postuliert wird. In einer Stellungnahme sagte der Vorsitzende des Vereins, Steffen Rabe: „Das Recht auf Bildung und soziale Teilhabe ist unveräußerliches Menschenrecht.“ 

Schon viel zu lange sei dies „Kindern und Jugendlichen ohne wirkliche wissenschaftliche Grundlage entzogen und vorenthalten“ worden. Rabe: „Dass dieses Grundrecht jetzt an eine politisch gewollte Impfentscheidung geknüpft wird, deren Nutzen für die Kinder selbst schlicht fehlt und deren Nutzen für die Gesellschaft mehr als fraglich ist, ist eine indiskutable Forderung und eine unerträgliche Anmaßung der ärztlichen Kolleginnen und Kollegen.“

Die Ärztinnen und Ärzte distanzieren sich „aufs Schärfste von diesem Papier“. Schulen und Kitas können, Schulen und Kitas müssten sofort wieder geöffnet werden – „ohne sinnlose Massentests und ohne fragwürdige Impfexperimente an Kindern und Jugendliche“. Zahlreiche Ärztinnen und Ärzte haben die Kritik unter dem Hashtag #nichtmeinaerztetag in eigenen Videobotschaften unterstützt. Die Initiative ist auf großes Interesse gestoßen, wie die hohen Zugriffszahlen bei den einzelnen Videos auf YouTube belegen.

Hunderttausende Menschen unterzeichnen Petition gegen Impfpflicht 

In dieser Woche ist außerdem eine Petition gestartet, die sich gegen die Impfpflicht bei Kindern und Jugendlichen wendet. Die Petition wurde innerhalb kürzester Zeit von hunderttausenden Unterstützern unterzeichnet.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte am Mittwoch in Berlin gesagt, dass es keine Impfpflicht für Kinder und Jugendliche geben werde. Die Entscheidung sei, so Spahn, eine Entscheidung, die „Eltern, Kinder und Ärzte gemeinsam treffen müssen“.