Palma - Angesichts der steigenden Fallzahlen auf Mallorca gelten ab Freitag nächtliche Ausgangssperren ab 22 Uhr. Dies geht aus einem Bericht des Tagesspiegel hervor. Demnach müssen Bars und Restaurants ihre Innenbereiche sowie Fitnessstudios, Schwimmbäder und Spas wieder schließen. 

Für Hotelbars, Außenterrassen und Biergärten gilt: Ab 17 Uhr gibt es keinen Ausschank mehr. Ebenfalls nur bis 17 Uhr können Außenanlagen wie Pools oder hoteleigene Restaurantterrassen genutzt werden. Die verschärften Corona-Regeln gelten bis mindestens zum 11. April.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat in der Sendung Maybritt Illner am Donnerstagabend die Vermutung geäußert, dass Mallorca bei den Fallzahlen keine korrekten Angaben mache. Der Politiker wies darauf hin, dass die Inselbehörden von den beiden brasilianischen Varianten nur die ältere zugebe – dabei sei die neuere, ebenfalls bereits auf Mallorca eingetroffene Mutante weitaus gefährlicher. Er sagte: „Das heißt: Dort wird auch noch getrickst. Ich glaube denen kein Wort! Und ich glaube auch den Fallzahlen nicht!“

TUI-Chef Joussen:  „Mallorca praktisch leer“

TUI-Chef Fritz Joussen hat sich gegen Kritik aus der Aktionärsversammlung seines Konzerns gewehrt. Wie die Welt berichtet, antwortete Joussen auf die Frage, ob er es denn angesichts eines möglichen Image-Schadens vertreten könne, derzeit Urlaub auf Mallorca anzubieten: Die klaren internationalen Regeln seien strikt und würden überwacht. 

Es erschließe sich ihm nicht, warum Reisen bis dahin nicht möglich seien. „Das Problem liegt darin, dass von Mallorca immer nur der Ballermann gesehen wird. Die Realität ist aktuell aber eine ganz andere. Am Ballermann ist kein einziger Laden offen.“, so Joussen. Mallorca „sei praktisch leer“, da die Auslastung der Hotels nur bei fünf Prozent liege. Die Touristen erwarte auf der Insel kein Party- sondern Erholungsurlaub.