Die Deutsche Polizeigewerkschaft Berlin (DPolG) hat nach den Ausschreitungen im überfüllten Sommerbad am Insulaner verstärkte Sicherheitsmaßnahmen in den Berliner Freibädern gefordert.

Die Polizisten selbst seien von der Situation oft überlastet. „Unsere Kolleginnen und Kollegen können nicht jederzeit mit einem Großaufgebot an Berliner Bädern im Einsatz sein“, sagte der DPolG-Landesvorsitzende Bodo Pfalzgraf.

Die Polizeigewerkschaft hat ihre Forderungen am Freitag konkretisiert. Zu den Maßnahmen sollen eine maximale Zahl an Besucherinnen und Besuchern je Bad zählen, analog zu den Online-Zeitfenstern und Kontingenten während der Corona-Regelungen. Diese sollten dann durch die Betreiber der Bäder kontrolliert werden.

Der DPolG-Landesvorsitzende fügt hinzu: „Zudem müssen Freibad-Betreiber auffällig gewordene Badegäste umgehend mit Hausverboten von zwölf bis 36 Monaten belegen. Für die Kontrollen müssen hauseigene Sicherheitsdienste auch am Wochenende beauftragt werden.“ Aktuell seien rund 170 Sicherheitskräfte an Berliner Bädern im Einsatz.

Sommerbad am Insulaner: Schlägerei nach Spritzerei mit Wasserpistolen

„Unsere KollegInnen werden regelmäßig wegen Körperverletzungen, sexueller Übergriffe oder Diebstählen in die Freibäder gerufen“, so Pfalzgraf. So gingen vergangenes Wochenende im „Sommerbad am Insulaner“ rund 100 Jugendliche aufeinander los.

Sie konnten erst nach dem Einsatz von 13 Funkwagen und Teilen einer Hundertschaft auseinandergebracht werden. Dieser Zustand dürfe sich nicht wiederholen, hieß es. Die Bäder hatten am Donnerstag bereits Nachbesserungen angekündigt.