Berlin -  Die Bundespolizei überprüft nach einer außerplanmäßigen Landung am Berliner Hauptstadtflughafen BER ein Flugzeug. „Polizeikräfte sind am Luftfahrzeug vor Ort“, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntagabend. Den Passagieren wurde eine Ersatzmaschine zur Verfügung gestellt. Sie konnten ihre Reise nach Polen um 03.46 Uhr fortsetzen. Die Durchsuchung der Maschine sei in der Nacht zu Montag ohne Feststellung beendet worden, hieß es. Von der Maschine gehe keine Gefahr aus. Sie stehe weiterhin am Flughafen BER.

Der Flieger, der eigentlich auf dem Weg vom irischen Dublin ins polnische Krakau war, stand zunächst auf einer Sonderabstellposition. Wie Jan-Peter Haack, Pressesprecher des BER, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) bestätigte, meldete eine Maschine auf dem Weg von Dublin nach Krakau eine „Luft-Notlage“. Die Crew bat um eine außerordentliche Landung in Berlin.

Flughafensprecher: Es handelt sich um eine Polizeilage

Beim Landen um 20.08 Uhr habe die Maschine keine technischen Probleme gehabt, auch die Feuerwehr stellte zunächst keine Mängel fest. Laut Haack wurden technische Defekte ausgeschlossen: „Es handelt sich um eine Polizeilage“, sagte er dem RND in der Nacht. Ob es sich um eine Bedrohungslage handelt, etwa eine Bombendrohung, konnte er nicht sagen.

Die zuständige Bundespolizei, die das Flugzeug untersuchte, sprach von einem Einsatz der „Gefahrenabwehr“. Da der Einsatz noch laufe, könne aus einsatztaktischen Gründen aber nichts zur Ursache der Notlandung gesagt werden, so Bundespolizei-Sprecherin Christina Weigand am späten Sonntagabend gegenüber dem RND.