Mit einer Ausstellung in Berlin soll erneut auf die großen Gefahren durch illegale Autorennen auf öffentlichen Straßen aufmerksam gemacht werden. „Wahnsinn – Illegale Autorennen. Wie stoppen wir den Tempo-Rausch?“, heißt eine Sonderausstellung im Deutschen Technikmuseum, die am Freitag für die Öffentlichkeit beginnt.

Fahrer des Autos wurde damals getötet

Zentrales Objekt der Ausstellung ist laut Ankündigung das zerstörte Auto des Todesopfers der Kudamm-Raser aus dem Jahr 2016. Der 69-jährige Fahrer des pinken Jeeps wurde damals getötet. Zwei Teilnehmer eines illegalen Rennens hatten mit bis zu 170 Stundenkilometern rote Ampeln überfahren, einer von ihnen rammte den Jeep so heftig, dass er 70 Meter weit weg geschleudert wurde. Beide Raser wurden verurteilt, der eine wegen Mordes.

Zu sehen sind in der Ausstellung auch einige weitere Unfallautos sowie Schautafeln und Medienstationen. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach den Gründen für den Temporausch und Möglichkeiten, den Autorennen entgegenzuwirken. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Berliner Polizei und dauert bis zum 3. Juli.

Die Polizei ermittelte im vergangenen Jahr in 162 Fällen illegaler Autorennen mit mindestens zwei Teilnehmern. Dazu kamen 164 Ermittlungsverfahren wegen Rasens einzelner Fahrer, das juristisch nach Paragraf 315d auch als verbotenes Kfz-Rennen gewertet wurde. Außerdem gab es 236 Ermittlungsverfahren wegen Flucht vor einer Polizeikontrolle, die unter den selben Paragrafen fällt.