Bad Arolsen - Nach der Todesfahrt an der Berliner Gedächtniskirche hat die Schulgemeinde der Kaulbach-Schule in Bad Arolsen ihre tiefe Betroffenheit geäußert. Eine Lehrerin der Haupt- und Realschule in Nordhessen war getötet worden, als am Mittwoch vergangener Woche ein 29-Jähriger in der Hauptstadt in eine Menschenmenge raste. „Der Vorfall in Berlin hat unseren Alltag komplett auf den Kopf gestellt“, hieß es am Montag in einem Eintrag auf der Homepage der Schule. Die Webseite war nach dem Vorfall zunächst nicht mehr erreichbar gewesen.

Insgesamt wurden bei der Amokfahrt 32 Menschen verletzt, darunter zahlreiche Schüler der Lehrerin, die sich auf einer Klassenfahrt befanden sowie ein weiterer Lehrer. Er und sieben Schüler kamen mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser.

Man sei in Gedanken bei den Hinterbliebenen der verstorbenen Kollegin, dem verletzten Kollegen und seiner Familie sowie bei den betroffenen Schülern, schrieb die Schule nun. Sie zeigte sich überwältig „von der großen Anteilnahme und den zahlreichen Hilfsangeboten von allen Seiten. Diese Unterstützung hilft uns durch diese schwere Zeit und lässt uns näher zusammenrücken.“

Der mutmaßliche Täter ist inzwischen in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord in einem Fall und versuchten Mord in 17 Fällen vor.