Berlin - In Baden-Württemberg sind zwei Fälle von Totgeburten bekannten geworden. Sie stehen offenbar in Zusammenhang mit Covid-Erkrankungen von zwei schwangeren Frauen. Das ergaben Recherchen des Nachrichtenportals t-online. Weitere Angaben machte das Gesundheitsamt des Landes Baden-Württemberg nicht. Unmittelbare Konsequenzen werden sich aus den Vorfällen noch nicht ergeben. „Aufgrund der geringen Fallzahl von zwei Fällen kann hierzu keine belastbare Aussage getroffen werden“, teilt das Gesundheitsamt weiter mit.

Wie viele Totgeburten in Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung von Schwangeren in Deutschland stehen, ist unklar. Das Nachrichtenportal beruft sich aber auf eine Studie aus England, in der 340.000  Geburten ausgewertet wurden. Totgeburten sollen, so heißt da, durch das Virus offenbar häufiger auftreten. „Bei 3.527 Müttern mit positivem Testergebnis kamen 30 Kinder tot zur Welt. Eine Quote von 8,5 pro 1.000 Geburten. Unter den negativ getesteten Frauen lag sie bei 3,5 je 1.000 Geburten. In Deutschland lag der Anteil der Totgeburten in den vergangenen Jahren bei 4 je 1.000 oder leicht darunter“, schreibt t-online unter Berufung auf die Studie.

 Noch ist unklar, ob Schwangere sich gegen das Virus impfen lassen sollen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat noch keine Impfempfehlung für diese Personengruppe ausgesprochen.