Bei zwei Badeunfällen in Berlin sind am Samstag zwei Männer gestorben. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurde ein 17-Jähriger von Feuerwehrtauchern aus dem Weißen See geborgen, ein 59-jähriger Mann aus dem Flughafensee in Tegel. In beiden Fällen seien die Verunfallten schnell geborgen worden, die Reanimation jedoch erfolglos gewesen.

Im Weißen See ist das Baden außerhalb des Strandbads verboten. Der Bezirk Pankow hat schon vor zwei Jahren ein Wildbadeverbot für den Weißen See ausgesprochen, da es in jedem Jahr Badetote in dem See gibt. Erst im Mai hatte der Bezirk eine Aktion gegen das Wildbaden gestartet: Zum einen werden Seebesucher durch grellgrüne Pappschilder mit Piktogrammen an Laternenmasten auf die Einhaltung der Besucherregeln hingewiesen. Des weiteren sollte die Polizei in Sonderaktionen mit dem Ordnungsamt Schwimmer aus dem Wasser ziehen.

Rettungsschwimmer warnen vor Schwimmen in unbewachten Gewässern

Rettungsschwimmer warnen Berliner und Brandenburger vor den Gefahren beim Schwimmen in unbewachten Gewässern. Der Landesverbandssprecher Brandenburg der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Daniel Keip, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Wir stellen immer wieder fest, dass Badende und Schwimmer die eigenen Fähigkeiten überschätzen, gerade am und im Wasser und andererseits die Gefahren des Wassers unterschätzen.“ Wasser habe keine Balken, das würde mitunter vergessen, sagte Keip. Und je weiter die Badestellen von anderen Menschen entfernt lägen, je weiter sei auch die nächste Hilfe.

Für das Baden und Schwimmen bei brütender Hitze empfahl der Lebensretter eine alte Regel: „Vor dem Baden abkühlen, an die Wassertemperatur gewöhnen, sich selbst nicht überfordern.“ Eine halbe Stunde Sonnenbad und dann gleich zur Abkühlung ins Wasser könne den Kreislauf belasten, warnte Keip.