Der Bezirk Pankow hat schon vor zwei Jahren ein Wildbadeverbot für den Weißen See ausgesprochen. Der Grund: In jedem Jahr gibt es Badetote in dem See. Wildbader ignorieren das Badeverbot allerdings - mit neuen Maßnahmen soll sich das in diesem Jahr ändern.

Wie die Berliner Morgenpost berichtet, geht die Stadträtin Manuela Anders-Granitzki (CDU) an dem Berliner See mit zwei Maßnahmen gegen das verbotene Schwimmen vor. Seit Mittwoch werden Seebesucher durch grellgrüne Pappschilder mit Piktogrammen an Laternenmasten auf die Einhaltung der Besucherregeln hingewiesen. Denn nicht nur Schwimmen außerhalb des Strandbads ist untersagt, auch das Radfahren und Shisha-Rauchen soll unterlassen werden.

Doch weil Schilder allein nicht ausreichen, soll die Polizei in Sonderaktionen mit dem Ordnungsamt Schwimmer aus dem Wasser ziehen. Termine für die Aktionen werden nicht bekanntgegeben, so Anders-Granitzki.

Strandbad Weißensee: Neue legale Badestelle geplant

Während sich Schwimmer an den Ufern des Weißensees wegen fehlender Rettungsschwimmer in Lebensgefahr begeben, sieht das am Strandbad Weißensee schon anders aus. Laut der Berliner Morgenpost könnte eine weitere legale Badestelle demnächst von dem kostenpflichtigen Strandbad mitbetrieben werden. Erste Abstimmungen zu einer neuen Badestelle habe es in den Ämtern schon gegeben, wie die Stadträtin der Zeitung gegenüber bestätigte. Nach den Angaben des Strandbad-Pächters Alexander Schüller könnten bereits im Sommer 2023 bis zu 500 weitere Gäste in dem erweiterten Strandbad Platz finden.