Very nice: Queen Elizabeth II.
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BerlinQueen Elizabeth soll nicht länger als Staatsoberhaupt des Inselstaates Barbados fungieren. Das teilte die Premierministerin des Landes, Mia Mottley, am Mittwoch mit, wie die britische Zeitung „The Independent“ berichtet. Mottley kündigte an, die „koloniale Vergangenheit“ nicht fortführen zu wollen. „Die Barbadier wollen ein barbadisches Staatsoberhaupt.“

Geht es nach dem Willen des Inselstaates, soll die Loslösung aus dem britischen Commonwealth bereits zum 55. Unabhängigkeitstag im kommenden Jahr stattfinden. Zwar ist Barbados seit 1966 formal unabhängig von Großbritannien, Queen Elizabeth II. hat aber die Position der konstitutionellen Monarchin des Landes inne. Bereits seit 1998 sollen in Barbados Pläne für eine eigene Republikgründung existieren. Freundel Stuart, früherer Premierminister des Inselstaates, hatte die Absichten 2015 noch mal unterstrichen: Man müsse von einem „monarchischen System zu einer republikanischen Regierungsform übergehen.“

Reaktionen des Buckingham-Palasts fällt nüchtern aus

Der Buckingham-Palast reagierte auf das Vorhaben zurückhaltend: Diese Frage sei „Sache der Regierung des Volkes des Commonwealth-Staates“, hieß es. Zum Commonwealth zählen neben Barbados weitere Staaten wie Jamaika oder die Bahamas, die ihren Ursprung in den ehemaligen britischen Kolonien haben. An der Spitze dieser Verbindung thront seit 67 Jahren Queen Elizabeth II.