Essen - Der Comedian Bastian Pastewka hat eine „soziale Ächtung“ von Satire in der Gesellschaft beklagt. „Comedy und Satire wurden zuletzt von bestimmten Strömungen mehr oder weniger zur Disposition gestellt“, sagte der 49-Jährige den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Donnerstag. „Es gibt nach meiner Wahrnehmung keine umfassende soziale Ächtung etwa von Ballerspielen oder Pornografie, aber stattdessen von Satire – und dafür müssen wir Lösungen finden.“

Insgesamt findet Pastewka es gut, dass sich Künstler heute anders darstellen müssten als früher. „Ich bin dankbar, dass Sprache und Komik im Fluss sind und wir deshalb heute andere Gags machen als vor zehn, 20 Jahren“, sagte er. „Die Herausforderung ist allerdings, dass das Publikum in unserer Zeit viel mehr mit den Entertainerinnen und Entertainern in Kontakt steht.“

Er sei froh, diese Art der Herausforderung nicht als unerfahrener Künstler erlebt zu haben. „Ich wünsche mir nicht, wieder 22 zu sein und meine ersten Auftritte durch die sozialen Netzwerke bewertet und gespiegelt zu bekommen“, sagte Pastewka.