Berlin - Landwirte wollen in Berlin erneut gegen schärfere Umweltgesetze und für höhere Erzeugerpreise demonstrieren. Die Initiative Land schafft Verbindung rief am Montag die Bauern verbandsübergreifend zu einer Kundgebung am Dienstagvormittag um 10 Uhr vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium auf. Die Branche leide gleichermaßen unter der Corona-Krise und dem „Preisdumping“ des Handels, heißt es in einem von der Initiative veröffentlichten Forderungspapier.

Die neue Düngeverordnung, die entgegen monatelanger Kritik der Bauerninitiative „immer noch nicht flächendeckend überarbeitet wurde“, solle ebenso ausgesetzt werden wie alle im vergangenen Jahr beschlossenen „Verordnungen und Gesetze betreffend Ackerbau, Feldfuttergewinnung und Nutztierhaltung“, fordert Land schafft Verbindung in dem Papier.

Vor der Erhöhung von Umwelt- und Tierschutzstandards müssten zunächst die Erzeugerpreise für die Landwirte entsprechend angehoben werden – sonst würden Betriebe zerstört, betonte die Initiative. Mit Blick auf die Verarbeiter und den Handel sei politisch „weitaus mehr Handlungsbedarf vonnöten als eine Ombudsstelle oder ein Verhaltenskodex“, kritisierte die Organisation.