Beamten mit Messer attackiert - 26-Jähriger vor Gericht

Weil er bei einem Polizeieinsatz einen Beamten mit einem Messer attackiert und im Gesicht verletzt haben soll, steht ein 26-Jähriger vor dem Berliner Landger...

ARCHIV - Eine Figur der blinden Justitia.
ARCHIV - Eine Figur der blinden Justitia.Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Berlin-Weil er bei einem Polizeieinsatz einen Beamten mit einem Messer attackiert und im Gesicht verletzt haben soll, steht ein 26-Jähriger vor dem Berliner Landgericht. Der Beschuldigte hat zu Prozessbeginn am Montag zugegeben, bei dem Geschehen vor rund fünf Monaten vor seiner Wohnungstür einen Polizisten gestochen zu haben. Er habe jedoch zuvor gesagt, dass er „keinen Besuch wünsche“. Als er den Mann verletzt hatte, sei sofort auf ihn geschossen worden.

Dem Beschuldigten wird versuchter Totschlag zur Last gelegt. Seine Steuerungsfähigkeit zur Tatzeit sei allerdings „nicht ausschließbar aufgehoben gewesen“, heißt es in der Antragsschrift. Die Staatsanwaltschaft strebt nun die Unterbringung des 26-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Zu dem mutmaßlichen Angriff war es im Juni dieses Jahres in Berlin-Spandau gekommen. Polizisten seien damals laut Ermittlungen von dem Betreuer des Beschuldigten zur Unterstützung gerufen worden, weil der 26-Jährige zuvor aggressiv aufgetreten sei und gedroht habe. Der Betreuer habe ihm lediglich gegen Quittung sein Taschengeld übergeben wollen. Die Einsatzkräfte hätten sich vor der Wohnungstür des Beschuldigten befunden und sich als Polizisten zu erkennen gegeben, als dieser plötzlich die Tür aufgerissen, einen Beamten attackiert und im Bereich des Jochbeinbogens verletzt habe.

Der 26-Jährige erklärte weiter, er sei durch mehrere Schüsse unter anderem am Bauch verletzt worden. Der Prozess gegen den Beschuldigten, der sich derzeit im Krankenhaus des Maßregelvollzugs befindet, wird am 24. November fortgesetzt.