Eine Frau auf einer dbb-Kundgebung Mitte September.
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BerlinDer Deutsche Beamtenbund (dbb) droht eine Ausweitung der Warnstreiks im öffentlichen Dienst an, falls der Bund und die Kommunen kein für sie akzeptables Angebot vorlegen. „Bislang verfolgten Verdi und wir eine Taktik der Nadelstiche“, sagte dbb-Chef Ulrich Silberbach der „Rheinischen Post“. 

Vor dem 22. Oktober, wenn die dritte Verhandlungsrunde ansteht, werde man „die Warnstreiks aber sicher ausweiten, um die Kompromissbereitschaft der Arbeitgeber zu erhöhen“, so Silberbach. Dazu würden auch wieder Warnstreiks in Kitas und Kliniken gehören, sagte er.

Er fügte hinzu: „Die Arbeitgeber haben angekündigt, dass sie am 15. Oktober endlich ihr Angebot vorlegen. Vermutlich fällt das enttäuschend aus, sodass wir bis zum Beginn der dritten Verhandlungsrunde am 22. Oktober den Druck noch mal erhöhen müssen.“

Der Beamtenbund vertritt zusätzlich zu den Beamten im Land 400.000 Angestellte. In der aktuellen Tarifrunde für Bund und Kommunen fordert er 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens 150 Euro.