Potsdam - Im Prozess um die Tötung von vier Bewohnern eines Potsdamer Wohnheims für Menschen mit Behinderung hat die Staatsanwaltschaft für die angeklagte ehemalige Pflegekraft 15 Jahre Haft gefordert. Die 52-Jährige habe sich des vierfachen Mordes und Mordversuchs schuldig gemacht, sagte Staatsanwältin Maria Stiller am Freitag in ihrem Plädoyer. Zudem forderte sie die Unterbringung der Angeklagten in einer psychiatrischen Klinik.

Die 52-Jährige soll Ende April vier wehrlose Bewohner im Wohnheim des diakonischen Trägers Oberlinhaus im Alter zwischen 31 und 56 Jahren mit einem Messer auf ihren Zimmern getötet haben. Eine 43 Jahre alte Bewohnerin überlebte nach einer Notoperation. Nach Angaben einer Gutachterin hatte die Deutsche die Tat im Zustand erheblich verminderter Schuldfähigkeit begangen. Die Angeklagte hatte sich im Prozess nicht zu den Taten geäußert.