Japans Premierminister Shinzo Abe bei einer Pressekonferenz am 24. Juli 2020. 
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TokioMit staatlichen Subventionen für Firmen im Falle eines Abzugs aus China hat die japanische Regierung ein deutliches Zeichen gesetzt. Premierminister Shinzo Abe hat japanischen Unternehmen rund zwei Milliarden Dollar an Subventionen in Aussicht gestellt, wenn sie ihre Fabriken aus China in andere Länder Asiens wie Myanmar, Vietnam und Thailand oder auch direkt nach Japan verlegen. Mittlerweile hätten bereits 87 Unternehmen etwa 653 Millionen Dollar an Hilfsgeldern für ihren Rückzug aus China erhalten, schreibt die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) am Freitag.

Die drastische Maßnahme ist Teil eines Konjunkturpakets in Höhe von über 900 Milliarden Dollar, mit dem die japanische Regierung die Auswirkungen der Corona-Pandemie bekämpfen will. Allerdings zogen nach Angaben des Nachrichtenmagazins Telepolis bereits vor Ausbruch der Krise mehrere japanische Unternehmen in Erwägung, ihre Geschäfte in China zu schließen.

Nach einer offiziellen Einschätzung des japanischen Handelsministeriums von 2019 befürchtet Japan, in dem sich zunehmend verschärfenden Handelsstreit zwischen Washington und Peking zwischen die Fronten zu geraten.