Eine Prostituierte sitzt auf einem Stuhl (Archiv).
Foto: dpa/Andreas Arnold

StockholmDer 51-jährige Ex-Profiboxer, Fitness-Guru und Restaurantbetreiber Paolo Roberto wurde bei  einer Razzia von der Stockholmer Polizei beim Besuch einer Prostituierten ertappt. Das berichtet die Frankfurter Rundschau. In Schweden gilt in Hinblick auf Prostitution das sogenannte Nordische Modell: Der Kauf von sexuellen Handlungen ist illegal, Kunden von Prostituierten machen sich somit strafbar. Vor allem die sozialen Folgen für Roberto sind nach Angaben der FR drastisch. 

So habe der Bonnier-Verlag umgehend zwölf Bücher von Roberto aus den Regalen nehmen lassen. Auch die schwedischen Supermarktketten ICA und Coop hätten mitgeteilt, dass „ab sofort keine Pasta, Tomatenkonserven und auch nichts anderes aus der Serie Paolos mit italienischen Lebensmitteln“ in den Regalen der Supermärkte zu finden seien. Man stehe für „Nachhaltigkeit und Ethik bei der Lebensmittelproduktion“, zitiert die FR das Unternehmen Coop.

Auch der Privatsender TV4, bei dem Paolo Roberto jahrelang als Juror für „Let’s Dance“ und für Reality-Serien tätig war, teilte demnach mit: „Wir beenden sofort jede Zusammenarbeit.“ Zuvor hatte der Sender noch ein Interview mit Roberto nach dessen Festnahme ausgestrahlt. Darin hatte Roberto unter anderem gesagt: „Mein Handeln ist das Schmutzigste, Widerlichste, was man einem anderen Menschen antun kann.“ Bei Facebook hatte er zudem geschrieben: „Ich bin ein Parasit, der es verdient, ausradiert zu werden.“