Berlin - Zwei Männer sind in Charlottenburg in einem mutmaßlichen Kokstaxi vor der Polizei geflüchtet. Die Verfolgungsjagd, bei der auch andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr gebracht wurden, endete mit einem Unfall. Einer der verdächtigen Drogendealer konnte überwältigt und festgenommen werden, der andere ist weiterhin flüchtig. 

Wie die Polizei mitteilte, hatte eine Zivilstreife der Autobahnpolizei am Donnerstagabend gegen 22 Uhr auf der BAB 100 ein verdächtiges Fahrzeug bemerkt. „Die Kollegen wurden mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit von dem Audi überholt“, erklärte eine Polizeisprecherin der Berliner Zeitung. Die Beamten verfolgten die Raser, die zwischenzeitlich 150 Kilometer pro Stunde fuhren, in Richtung Wedding. 

Als der Audi an der Anschlussstelle Beusselstraße an einer roten Ampel stoppte, forderten die Polizisten den Fahrer auf, rechts ran zu fahren. Statt den Anweisungen zu folgen, beschleunigte der Fahrer den Wagen, als die Ampel auf Grün umschaltete. Auf der Flucht vor den Beamten sollen die beiden Verdächtigen laut Polizei mit bis zu 190 Kilometer pro Stunde zurück in Richtung Charlottenburg gerast sein. 

Der Fahrer rannte in eine Kleingartenanlage

Als sie rechts auf die Anschlussstelle Jakob-Kaiser-Platz abbiegen wollten, habe der Fahrer die Kontrolle über den Audi verloren, so die Sprecherin. Der Wagen prallte gegen einen Ampelmast und war nicht mehr fahrtauglich. Während der Fahrer in einer nahe gelegenen Kleingartenanlage entkommen konnte, holten die Beamten den 27-jährigen Beifahrer ein, brachten ihn zu Boden und nahmen ihn fest. 

In dem Auto fand die Polizei zwei Messer, ein Handy und Bargeld. An einer nahegelegenen Bushaltestelle hatten die Verdächtigen offenbar versucht, ihre Drogen zu entsorgen. Die Beamte sollen dort eine Tüte mit 50 Verkaufseinheiten Kokain entdeckt haben. Wer der Fahrer des mutmaßlichen Kokstaxis war, sei bisher unklar. „Der Beifahrer schwieg bei dem Thema und machte keine Angaben zu ihm“, sagte die Polizeisprecherin.