Beiträge trotz Lockdown: Berliner Verbraucherschützer verklagen SuperFit

Kunden der Berliner Fitnesskette SuperFit mussten trotz monatelangem Lockdown weiterhin Beiträge zahlen. Nun können sie sich einer Klage anschließen.

Kunden der Fitnesskette SuperFit musste Beiträge zahlen, obwohl sie coronabedingt nicht trainieren konnten (Symbolbild).
Kunden der Fitnesskette SuperFit musste Beiträge zahlen, obwohl sie coronabedingt nicht trainieren konnten (Symbolbild).Imago/Westend61

Berlin-Die Verbraucherzentrale hat eine Klage gegen die Berliner Fitnesskette SuperFit eingereicht. Wie die Berliner Morgenpost berichtete, erhob die Kette trotz Corona-Lockdowns durchgängig Mitgliederbeiträge. Auch Mahnungen wurden verschickt sowie Inkassoverfahren eingeleitet.

Laut Verbraucherzentrale Berlin häuften sich die Beschwerden von Kunden des Anbieters seit Beginn der Pandemie. An der Musterfeststellungsklage können sich alle Mitglieder der SuperFit-Studios beteiligen, die von den coronabedingten Schließungen betroffen waren. „Unserer Ansicht nach sind die Erfolgsaussichten der Klage sehr gut, da es keine juristische Grundlage für die Forderung der Mitgliedsbeiträge während der pandemiebedingten Schließzeit gibt“, so Josephine Frindte von der Verbraucherzentrale Berlin e.V. gegenüber der Morgenpost.

Bisher haben sich laut Frindte mehr als 50 Kunden gemeldet. Um ein Verfahren zu eröffnen, sind mindestens 50 Kläger nötig. Auf der Website des Vereins gibt es Informationen, wie sich Kunden der Klage anschließen können. Zudem wurde ein Infotelefon unter der Nummer 030 214 85-190 eingerichtet.

Der Berliner Verbraucherzentrale liegen auch Beschwerden von Kunden anderer Fitnessketten vor. Jedoch sei SuperFit der Spitzenreiter, weshalb man sich zunächst zu einer Klage gegen diese Kette entschieden habe.