Brüssel - Durch eine Gas-Explosion in einem Wohnhaus im belgischen Turnhout sind vier Menschen getötet worden. Zwei Frauen seien lebend aus den Trümmern geborgen und ins Krankenhaus gebracht worden, sagte der Bürgermeister der flämischen Kleinstadt, Paul Van Miert, am Sonnabend der Nachrichtenagentur AFP. Eine der geretteten Frauen war demnach 14 Stunden lang unter Schutt begraben.

Die Explosion hatte sich am frühen Freitagmorgen ereignet. Die Detonation riss ein Loch in den vierstöckigen Wohnblock mit 16 Wohnungen. In der Umgebung gingen zahlreiche Fensterscheiben zu Bruch. „Es muss eine massive Gas-Blase gewesen sein“, sagte Van Miert. Polizei, Feuerwehr und zivile Rettungsteams hätten „sehr schwierige Arbeit“ geleistet, um die Überlebenden und Leichen zu bergen.

dpa/Olivier Matthys
Rettungskräfte der Feuerwehr haben in den Trümmern stundenlang nach verschütteten Opfern gesucht. 

Forensiker sollen nun Trümmer und Heizungsanlagen untersuchen, um die genaue Ursache für die Explosion zu ermitteln. Nach Angaben des Bürgermeisters wird das Gebäude wohl abgerissen werden müssen. Ein ebenfalls beschädigtes angrenzendes Gebäude habe aber stabilisiert werden können und bleibe bewohnbar.