BerlinDer Zoll hat bei Bargeldkontrollen am Flughafen BER an drei Tagen rund 190.000 Euro entdeckt, die ohne ordnungsgemäße Anmeldung ein- oder ausgeführt werden sollten. Nach Angaben des Hauptzollamts Potsdam vom Freitag ging den Beamten unter anderem ein Reisender ins Netz, der sich mit mehr als 25.000 Euro Bargeld auf dem Weg nach Conakry im westafrikanischen Guinea befand.

Der 24-Jährige habe angegeben, mit 4000 Euro unterwegs zu sein – die Zollbeamten hätten aber in den Hosentaschen und Ärmeln der Kleidung im Reisegepäck sowie in anderen Verstecken mehrere Hundert weitere Banknoten gefunden. Nun wird wegen Verdachts auf Geldwäsche ermittelt.

„Bei der Ein- oder Ausreise aus der EU müssen alle Barmittel in Höhe von 10.000 Euro oder mehr schriftlich angemeldet werden“, erklärte Martin Dittmar vom Hauptzollamt. Verstöße könnten in schweren Fällen Bußgelder bis zu einer Million Euro nach sich ziehen. Knapp 200-mal hatten die Beamten von Dienstag bis Donnerstag Reisende überprüft.